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Auch in diesem Jahr wird sich der Kanu-Club Forelle e.V. Neckargerach an dem Ferienprogramm für Schulkinder der Gemeinde Neckargerach aktiv beteiligen. Wir haben den Samstag 22. August 2026 vorgemerkt. Weitere...   mehr
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 Verdacht auf Cyanobakterien im Neckar 
Das Gesundheitsamt rät Menschen und Tieren dringend vom Baden ab. UPDATE: 17.08.2026

Heidelberg. (RNZ) Im Neckar sind mutmaßlich Cyanobakterien, sogenannte Blaualgen, nachgewiesen worden. Das meldet die Stadt Heidelberg am Montagmittag. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises rät daher dringend davon ab, derzeit im Neckar zu baden.
"Man sollte ohnehin nie im Neckar baden, aber aktuell ist es aufgrund der nachgewiesenen Blaualgen besonders gefährlich", so Anastasia Kurypov vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises.
Cyanobakterien können Gifte freisetzen. Bei Hautkontakt oder versehentlichem Schlucken von belastetem Wasser können Hautreizungen, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen sowie Atembeschwerden auftreten. Besonders gefährdet sind Kleinkinder.
Auch für Haustiere kann der Kontakt mit dem belasteten Wasser gefährlich sein. Tierhalter sollten ihre Vierbeiner daher nicht im Neckar baden oder aus dem Fluss trinken lassen.
Unabhängig von der aktuellen Blaualgenbelastung weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass das Baden im Neckar grundsätzlich mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Der Fluss ist als sogenannter Vorfluter verschiedenen Einträgen ausgesetzt, unter anderem aus Kläranlagen, Mischwasserüberläufen sowie städtischen und landwirtschaftlichen Flächen. Dadurch kann es zu einer erhöhten Belastung mit Krankheitserregern kommen.
"Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes raten wir vom Baden im Neckar grundsätzlich ab", so Kurypov. "Abkühlung an heißen Tagen gibt es besser in den Freibädern oder ausgewiesenen Badestellen der Region."

https://www.rnz.de/region/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Verdacht-auf-Cyanobakterien-im-Neckar-_arid,2404942.html#Echobox=1786960760


Quelle KI Perplexity Erklärungen

Blaualgen im Neckar entstehen nicht „neu“, sondern Cyanobakterien sind meist bereits im Wasser vorhanden. Zu einer sichtbaren Blaualgenblüte kommt es, wenn mehrere günstige Bedingungen zusammenkommen: viel Phosphor und Stickstoff, lang anhaltende Wärme, intensive Sonneneinstrahlung und wenig Wasseraustausch.[rlp +1]


 Warum gerade im Neckar? 
Der Neckar ist zwar ein Fließgewässer, wird aber durch Staustufen abschnittsweise stark abgebremst. In solchen langsam fließenden oder rückgestauten Bereichen können sich Cyanobakterien deutlich leichter vermehren als in schnell strömenden Abschnitten.[landbw]
Nährstoffe gelangen unter anderem durch folgende Wege in den Fluss:
•     Abschwemmung von gedüngten Äckern und Weideflächen.
•     Zuflüsse, Regenwasser und Mischwasserüberläufe.
•     Einträge aus Kläranlagen, auch wenn deren Abwasser behandelt wurde.
•     Laub, abgestorbene Pflanzen und andere organische Reste.
•     Fütterung von Wasservögeln oder Fischen an stark genutzten Uferstellen.
Besonders Phosphor wirkt häufig als begrenzender Nährstoff: Ist davon viel vorhanden, können sich Cyanobakterien bei passender Witterung rasch vermehren. Einige Arten können zusätzlich Stickstoff aus der Luft nutzen und haben dadurch einen Vorteil gegenüber anderen Algen.[brandenburg +1]
Was passiert bei Hitze?
Bei heißem, sonnigem und trockenem Wetter erwärmt sich das Wasser. Gleichzeitig sinkt der Wasserdurchfluss, wodurch Nährstoffe weniger verdünnt werden. Cyanobakterien können an die lichtreiche Wasseroberfläche aufsteigen und dort grünliche, bläuliche oder manchmal bräunliche Schlieren und Schaumteppiche bilden.[bund +1]
Solche Blüten sind meist saisonal und vorübergehend. Starkregen, kühlere Temperaturen, mehr Strömung oder eine stärkere Durchmischung des Wassers können sie wieder zurückdrängen.[rlp]
Sind sie gefährlich?
Einige Cyanobakterien bilden Giftstoffe, sogenannte Cyanotoxine. Deshalb sollte man bei grünlichen Schlieren, flockigen Ansammlungen oder einem sichtbaren Algenteppich im Neckar vorsichtig sein:
•     Nicht darin baden und kein Wasser schlucken.
•     Hunde und andere Haustiere fernhalten.
•     Nicht direkt an solchen Stellen angeln oder das Wasser anderweitig verwenden.
•     Offizielle Bade- oder Warnhinweise des Landes Baden-Württemberg beachten.


Wichtig: Nicht jede grüne Verfärbung ist automatisch eine gefährliche Blaualgenblüte. Eine sichere Beurteilung ist durch bloßes Anschauen jedoch nicht möglich.
Im Neckar können bestimmte Cyanobakterien verschiedene Cyanotoxine bilden. Welche tatsächlich vorkommen, hängt von den vorhandenen Arten und den örtlichen Bedingungen ab; eine grüne Wasserfärbung allein erlaubt keine Aussage über das Gift.
Was ist im Neckar am wahrscheinlichsten?
Für einen deutschen Fluss wie den Neckar sind Microcystine die wichtigste praktische Sorge. Sie werden unter anderem von Cyanobakterien der Gattungen Microcystis, Dolichospermum und Planktothrix gebildet.[baden-wuerttemberg +1]
Auch Cylindrospermopsin ist grundsätzlich relevant, weil es in deutschen Gewässern nachgewiesen wurde. Für Anatoxine und Saxitoxine besteht eher eine art- und situationsabhängige Möglichkeit; aus dem bloßen Auftreten einer Blaualgenblüte lässt sich nicht ableiten, welches Toxin vorhanden ist.


 Schutz am Neckar 
Bei sichtbaren grünlichen Schlieren, Flocken oder Schaumteppichen sollte man:
•     nicht baden und kein Wasser schlucken,
•     Hunde und Kinder fernhalten,
•     Haustiere nicht aus dem Fluss trinken lassen,
•     keinen direkten Haut- oder Augenkontakt riskieren,
•     örtliche Warnhinweise und die baden-württembergische Badegewässerkarte beachten.
Nicht jede Cyanobakterienart produziert Giftstoffe, aber eine sichere Unterscheidung ist vor Ort nicht möglich. Bei Übelkeit, Erbrechen, Hautreizungen, Atemproblemen oder auffälligem Verhalten eines Hundes nach Kontakt sollte man den Kontakt abbrechen und medizinischen beziehungsweise tierärztlichen Rat einholen.[landbw]
"Giftstoffgruppe","Hauptwirkung","Einordnung für Deutschland"
"Microcystine, besonders Microcystin-LR","Vor allem leberschädigend; bei höherer Aufnahme können außerdem Magen-Darm-Beschwerden auftreten","In Deutschland die am häufigsten nachgewiesenen Cyanotoxine."
"Cylindrospermopsin","Vor allem Leber- und Zellgift; möglicherweise auch nierenschädigend","Wird in Deutschland ebenfalls nachgewiesen, ist aber nicht automatisch in gesundheitlich bedenklicher Konzentration vorhanden."
"Anatoxine, etwa Anatoxin-a","Nervengift; kann Krämpfe, Koordinationsstörungen und im Extremfall Atemlähmung auslösen","Neurotoxine wurden in Deutschland bisher seltener beobachtet als Microcystine."
"Saxitoxine","Blockieren Nervenkanäle und können Lähmungserscheinungen verursachen","In Deutschland bislang nicht in den für Badegewässer relevanten hohen Konzentrationen beobachtet; bei bestimmten Arten ist ihr Auftreten grundsätzlich möglich."
"Nodularine und weitere Toxine","Nodularine wirken ähnlich wie Microcystine vor allem leberschädigend","Ihr Vorkommen hängt stark von den jeweiligen Cyanobakterienarten ab."

| Giftstoffgruppe | Hauptwirkung | Einordnung für Deutschland |

| Microcystine, besonders Microcystin-LR | Vor allem leberschädigend; bei höherer Aufnahme können außerdem Magen-Darm-Beschwerden auftreten | In Deutschland die am häufigsten nachgewiesenen Cyanotoxine.                                                                                                    |
| Cylindrospermopsin                     | Vor allem Leber- und Zellgift; möglicherweise auch nierenschädigend                              | Wird in Deutschland ebenfalls nachgewiesen, ist aber nicht automatisch in gesundheitlich bedenklicher Konzentration vorhanden.                                  |
| Anatoxine, etwa Anatoxin-a             | Nervengift; kann Krämpfe, Koordinationsstörungen und im Extremfall Atemlähmung auslösen          | Neurotoxine wurden in Deutschland bisher seltener beobachtet als Microcystine.                                                                                  |
| Saxitoxine                             | Blockieren Nervenkanäle und können Lähmungserscheinungen verursachen                             | In Deutschland bislang nicht in den für Badegewässer relevanten hohen Konzentrationen beobachtet; bei bestimmten Arten ist ihr Auftreten grundsätzlich möglich. |
| Nodularine und weitere Toxine          | Nodularine wirken ähnlich wie Microcystine vor allem leberschädigend                             | Ihr Vorkommen hängt stark von den jeweiligen Cyanobakterienarten ab.                                                                                            |
Giftstoffgruppe   Hauptwirkung      Einordnung für Deutschland
Microcystine, besonders Microcystin-LR    Vor allem leberschädigend; bei höherer Aufnahme können außerdem Magen-Darm-Beschwerden auftreten      In Deutschland die am häufigsten nachgewiesenen Cyanotoxine.
Cylindrospermopsin      Vor allem Leber- und Zellgift; möglicherweise auch nierenschädigend     Wird in Deutschland ebenfalls nachgewiesen, ist aber nicht automatisch in gesundheitlich bedenklicher Konzentration vorhanden.
Anatoxine, etwa Anatoxin-a    Nervengift; kann Krämpfe, Koordinationsstörungen und im Extremfall Atemlähmung auslösen   Neurotoxine wurden in Deutschland bisher seltener beobachtet als Microcystine.
Saxitoxine  Blockieren Nervenkanäle und können Lähmungserscheinungen verursachen    In Deutschland bislang nicht in den für Badegewässer relevanten hohen Konzentrationen beobachtet; bei bestimmten Arten ist ihr Auftreten grundsätzlich möglich.
Nodularine und weitere Toxine Nodularine wirken ähnlich wie Microcystine vor allem leberschädigend    Ihr Vorkommen hängt stark von den jeweiligen Cyanobakterienarten ab.
Microcystine schädigen vor allem die Leber. Beschwerden können nach dem Verschlucken verunreinigten Wassers innerhalb von Minuten bis Stunden, manchmal auch erst innerhalb von ein bis zwei Tagen auftreten. Eine Aufnahme über unverletzte Haut gilt dagegen als eher unwahrscheinlich.[umweltbundesamt +1]


 Symptome beim Menschen 
Mögliche frühe Beschwerden sind:

•     Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
•     Bauchschmerzen oder Druckempfindlichkeit.
•     Schwäche, Unwohlsein und eventuell Fieber.
•     Reizungen der Haut, Augen oder Schleimhäute nach Kontakt mit dem gesamten Algenmaterial; diese sind nicht zwingend durch Microcystine selbst verursacht.[landkreis-augsburg +1]
Bei einer stärkeren Aufnahme können Zeichen einer Leberschädigung hinzukommen:
•     Schmerzen im rechten Oberbauch.
•     Gelbfärbung von Haut oder Augen.
•     Dunkler Urin.
•     Ungewöhnliche Blutungsneigung.
•     In schweren Fällen akutes Leberversagen.
Nach dem Verschlucken größerer Mengen von Wasser mit sichtbaren Cyanobakterien oder nach intensivem Wasserkontakt sollte man bei Beschwerden sofort ärztlichen Rat einholen. Bei Bewusstseinsstörungen, Atemproblemen, starken Bauchschmerzen oder Gelbsucht gilt der Notruf 112.

Symptome beim Hund
Hunde sind besonders gefährdet, weil sie beim Schwimmen Wasser aufnehmen und anschließend die Cyanobakterien vom Fell lecken. Typische Anzeichen können sein:
•     Plötzliches Erbrechen und Durchfall.
•     Starkes Speicheln.
•     Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit und ausgeprägte Schwäche.
•     Taumeln oder Koordinationsstörungen.
•     Bauchschmerzen.
•     Gelbe Schleimhäute oder gelbe Augen.
•     Dunkler Urin oder schwarzer, teerartiger Kot.
•     Blutungen, blasse Schleimhäute, Kollaps oder Atemprobleme.
Bei Hunden kann sich eine Microcystinvergiftung sehr schnell zu einer schweren Leberschädigung mit Blutgerinnungsstörung entwickeln; Todesfälle sind möglich. In dokumentierten Fällen traten Erbrechen und Teilnahmslosigkeit oft innerhalb von zwei bis 48 Stunden auf.[nih +2]

Was sofort zu tun ist
•     Mensch: Kontakt beenden, Mund mit sauberem Wasser ausspülen und bei Beschwerden ärztliche Hilfe oder den Giftnotruf kontaktieren.
•     Hund: Sofort vom Wasser wegführen, Fell und Pfoten mit sauberem Wasser gründlich abspülen und das Lecken verhindern.
•     Nicht selbst Erbrechen auslösen und keine Hausmittel geben.
•     Bei jedem Verdacht beim Hund unverzüglich eine Tierarztpraxis oder Tierklinik anrufen; bei Erbrechen, Schwäche, Taumeln oder gelben Schleimhäuten direkt hinfahren.
Die Symptome sind nicht eindeutig beweisend, weil auch andere Cyanotoxine, Bakterien oder Schadstoffe ähnliche Beschwerden auslösen können. Entscheidend sind daher der mögliche Kontakt mit einer Blaualgenblüte, der Zeitpunkt und die tier- beziehungsweise ärztliche Untersuchung.
Microcystine lassen sich nicht zuverlässig mit bloßem Auge nachweisen. Eine grüne Wasserfärbung oder ein Algenteppich zeigt höchstens eine mögliche Cyanobakterienblüte an, sagt aber nicht, ob und wie viel Microcystin vorhanden ist.


 Übliche Nachweisverfahren 
1. ELISA-Schnelltest
Beim ELISA-Test binden Antikörper an typische Strukturbestandteile der Microcystine. Das Verfahren ist:
•     relativ schnell,
•     vergleichsweise kostengünstig,
•     für eine erste Bewertung von Badegewässern geeignet,
•     auch als Labor- oder bestimmter Feldtest verfügbar.
Je nach Test liegt die Nachweisgrenze ungefähr bei 0,1 bis 0,5 µg/l. ELISA liefert meist einen Summenwert beziehungsweise einen Näherungswert für mehrere Microcystin-Varianten und identifiziert nicht zuverlässig jede einzelne Variante.[umweltbundesamt +1]
2. HPLC mit UV-Detektion
Bei der Hochleistungsflüssigkeitschromatografie (HPLC) werden die Stoffe aus der Wasserprobe zunächst meist angereichert und anschließend chromatografisch getrennt. Mit UV-Detektion lassen sich insbesondere häufige Microcystin-Varianten wie Microcystin-LR untersuchen.
Das Verfahren ist genauer als eine einfache Sichtprüfung, erfordert aber ein entsprechend ausgestattetes Labor. Eine standardisierte Methode ist ISO 20179.[umweltbundesamt]
3. LC-MS/MS
Die Flüssigchromatografie mit Tandem-Massenspektrometrie, kurz LC-MS/MS, gilt als besonders spezifisch und empfindlich. Sie kann einzelne Varianten wie Microcystin-LR, -RR oder -YR unterscheiden und quantifizieren.
Sie ist vor allem geeignet, wenn:
•     ein auffälliger ELISA-Befund bestätigt werden soll,
•     die genaue Microcystin-Variante wichtig ist,
•     sehr niedrige Konzentrationen bestimmt werden müssen,
•     die Probe aus einem komplexen Gewässer wie einem Fluss stammt.
Für Microcystine ist dafür unter anderem die Norm ISO 22104:2021 vorgesehen.[umweltbundesamt +1]
4. Protein-Phosphatase-Hemmtest
Microcystine hemmen bestimmte Proteinphosphatasen. Ein entsprechender Funktionstest weist daher nicht nur eine chemische Struktur, sondern die biologische Hemmwirkung der vorhandenen Stoffe nach. Er kann ergänzend eingesetzt werden, ist heute aber nicht für jede Routineuntersuchung das bevorzugte Verfahren.[baden-wuerttemberg]

Was wird bei der Probe untersucht?
Man sollte unterscheiden zwischen:
•     zellgebundenem Microcystin, das sich noch in den Cyanobakterien befindet,
•     freiem beziehungsweise gelöstem Microcystin, das nach dem Zerfall der Zellen im Wasser vorhanden ist,
•     Gesamt-Microcystin, also der Kombination aus beiden Anteilen.
Für eine aussagekräftige Untersuchung müssen Wasserprobe, Entnahmestelle, Zeitpunkt und Probenbehandlung genau dokumentiert werden. Besonders problematisch sind Proben direkt aus einer sichtbaren Algenschliere: Sie können lokal sehr hohe Werte enthalten, während wenige Meter entfernt deutlich andere Konzentrationen gemessen werden.

Praktisch für den Neckar
Für eine private Wasserprobe aus dem Neckar wäre ein akkreditiertes Umwelt- oder Trinkwasserlabor sinnvoll. Bei einer ersten orientierenden Untersuchung kann man nach einem „Microcystin-ELISA“ fragen; für eine belastbare Bestätigung sollte man zusätzlich oder direkt eine LC-MS/MS-Analyse beauftragen.
Wichtig ist die konkrete Auftragsbeschreibung: Man sollte angeben, ob gelöste Microcystine oder Gesamt-Microcystine untersucht werden sollen. Für Trinkwasser gilt in Deutschland seit 2026 ein Grenzwert von 1 µg/l Microcystin-LR; dieser Wert ist jedoch nicht automatisch als Badegewässer-Grenzwert für jede Wasserprobe aus dem Neckar anzuwenden.[umweltbundesamt]
Für eine belastbare Microcystin-Analyse sollte das Labor vor der Probenahme gefragt werden. Flasche, Mindestvolumen, Konservierung und Transport unterscheiden sich je nach Methode; das Labor sollte deshalb möglichst eigene, geeignete Probengefäße und Anweisungen bereitstellen.[epa +1]

Vorgehen am Neckar
1.    Untersuchungsziel festlegen: „Gesamt-Microcystine“ einschließlich zellgebundener Anteile oder nur „gelöste Microcystine“. Bei einer sichtbaren Blüte sind meist beide Anteile interessant.
2.    Repräsentative Stelle wählen: Nicht nur die dichteste grüne Schliere beproben, sondern die konkrete Stelle dokumentieren, an der eine Gefährdung beurteilt werden soll. Bei sichtbaren Ansammlungen kann zusätzlich eine eigene Probe der Schliere sinnvoll sein.
3.    Direktprobe nehmen: Das Gefäß etwa 20–30 cm unter der Wasseroberfläche füllen, sofern das Labor nichts anderes vorgibt. Nicht vom Uferboden aufwirbeln und nicht nur die oberste Schaumhaut abschöpfen.
4.    Nicht mit Leitungswasser ausspülen: Laborflasche und gegebenenfalls vorhandenes Konservierungsmittel unverändert verwenden. Die Flasche nicht vollständig füllen, wenn das Labor Konservierungsmittel vorgelegt hat.
5.    Mehrere Proben getrennt kennzeichnen: Bei unterschiedlichen Stellen, Tiefen oder Zeitpunkten jeweils eine eigene Flasche verwenden; nicht ungefragt zu einer Mischprobe zusammenfassen.

Gefäß und Menge
Für Cyanotoxinproben werden häufig dunkle Glasflaschen oder geeignete PETG-Gefäße verwendet. Gewöhnliche Kunststoffflaschen sind nicht immer geeignet, weil Microcystine an bestimmten Kunststoffen anhaften können; die genaue Wahl muss das Labor vorgeben.[epa +1]
Als Richtwert sind etwa 1 Liter je Probe für nachfolgende Analysen ausreichend, kleinere Volumina können je nach Methode genügen.  Für bestimmte LC-MS/MS-Verfahren werden beispielsweise 100 ml in einer Braunglas- oder PETG-Flasche oder etwa 500 ml Ausgangsprobe verwendet.[umweltbundesamt +1]


Kühlung und Transport
•     Probe unmittelbar nach der Entnahme dunkel und kühl stellen.
•     In einer Kühltasche mit Kühlakkus transportieren, ohne die Flasche direkt an einen gefrorenen Akku zu pressen.
•     Möglichst noch am selben Tag, spätestens nach den Vorgaben des Labors, abgeben.
•     Nicht selbst filtrieren, ansäuern oder Konservierungsmittel zusetzen, sofern das Labor dies nicht ausdrücklich anordnet.
•     Nicht einfrieren, außer das Labor schreibt es vor; je nach Verfahren gelten unterschiedliche Lagerfristen und Gefrierregeln.
Für bestimmte standardisierte Verfahren sollen Proben während des Transports gekühlt werden und in den ersten 48 Stunden höchstens etwa 10 °C erreichen; andere Verfahren verlangen eine abweichende Konservierung. Deshalb sind die Laborvorgaben maßgeblich.[sc +1]
Begleitdaten notieren
Auf dem Probenbegleitschein sollten stehen:
•     Gewässer: Neckar.
•     genaue Entnahmestelle, möglichst GPS oder markante Beschreibung,
•     Datum und Uhrzeit,
•     Entnahmetiefe,
•     Wetter und Wassertemperatur, falls vorhanden,
•     sichtbare grüne Schlieren, Schaum oder flockige Ansammlungen,
•     besondere Ereignisse wie Starkregen oder niedriger Wasserstand,
•     gewünschte Untersuchung: Gesamt-Microcystine, gelöste Microcystine, Microcystin-LR oder LC-MS/MS-Screening.
Wegen der oft starken räumlichen Schwankungen sollte eine einzelne private Probe nicht als Aussage für einen ganzen Neckarabschnitt verstanden werden. Für eine gesundheitliche Warnung oder behördliche Bewertung sind standardisierte Probenahme, gekühlter Transport und ein akkreditiertes Labor erforderlich.
Der Unterschied liegt darin, **wo sich das Microcystin in der Wasserprobe befindet**:
| Messgröße | Enthaltene Anteile | Aussage |

| **Gelöste Microcystine** | Nur das bereits außerhalb der Cyanobakterienzellen im Wasser vorhandene Toxin | Beschreibt die aktuell unmittelbar im Wasser gelöste Belastung. |
| **Gesamt-Microcystine** | Gelöste Microcystine **plus** das in intakten oder zerfallenden Cyanobakterienzellen gebundene Toxin | Zeigt die mögliche Gesamtbelastung, wenn die Zellen aufbrechen. [1][2] |
## Gelöste Microcystine
Cyanobakterien speichern Microcystine meist zunächst innerhalb ihrer Zellen. Durch Alterung, Absterben, Strömungsstress oder andere Zellschädigungen können sie freigesetzt werden und in die Wasserphase übergehen. Die WHO weist darauf hin, dass Microcystine gewöhnlich überwiegend zellgebunden sind und größere Mengen erst bei einer Zellauflösung in das umgebende Wasser gelangen.[1]
Für die Bestimmung wird die Wasserprobe normalerweise filtriert. Die Cyanobakterienzellen bleiben im Filter, während die gelösten Microcystine im Filtrat untersucht werden.[3]
Gesamt-Microcystine
Für den Gesamtwert werden die Zellen in der Probe gezielt aufgeschlossen, zum Beispiel durch Gefrier-Auftau-Zyklen oder ein anderes Laborverfahren. Dadurch werden auch die zellgebundenen Microcystine freigesetzt. Anschließend wird der Wert aus gelöstem und ursprünglich zellgebundenem Anteil bestimmt.[4]
Vereinfacht gilt

Beispiel
Angenommen, ein Labor misst:
- 0,3 µg/l gelöste Microcystine,
- 2,7 µg/l zellgebundene Microcystine.
Dann beträgt der Gesamtwert 3,0 µg/l. Dieser Wert bedeutet nicht, dass bereits 3,0 µg/l frei im Wasser vorliegen. Er zeigt aber, dass bei einem Zerfall der Cyanobakterienzellen zusätzlich Toxin freigesetzt werden könnte.

Welche Analyse ist für den Neckar sinnvoll?
Für eine **aktuelle Einschätzung des Wassers** ist der gelöste Anteil interessant. Für die Beurteilung einer sichtbaren Blaualgenblüte, eines Rückstaubereichs oder eines möglichen Belastungsmaximums ist meist der **Gesamtwert** aussagekräftiger, weil er das Toxin in den vorhandenen Zellpartikeln mitberücksichtigt.
Bei einer Laborbeauftragung sollte deshalb ausdrücklich angegeben werden:
- „gelöste beziehungsweise extrazelluläre Microcystine“,
- „zellgebundene beziehungsweise intrazelluläre Microcystine“,
- oder „Gesamt-Microcystine aus beiden Fraktionen“.
Der WHO-Leitwert von 1 µg/l für Microcystin-LR bezieht sich auf **Gesamt-Microcystin-LR**, also freien plus zellgebundenen Anteil.[1]

Quellen
[1] Cyanobacterial toxins: Microcystin-LR https://www.who.int/docs/default-source/wash-documents/wash-chemicals/cyanobacterial-toxins-chemical-fact-sheet.pdf?sfvrsn=ac637576_4
[2] 06_LabAnalysis&TestMethods_VanDyke.pdf https://www.waterboards.ca.gov/northcoast/water_issues/programs/pdf/swamp/06_LabAnalysis&TestMethods_VanDyke.pdf
[3] [PDF] Science of the Total Environment - the NOAA Institutional Repository https://repository.library.noaa.gov/view/noaa/62125/noaa_62125_DS1.pdf
[4] [PDF] USGS Troy WSC Laboratory Microcystins/Nodularins SOP EPA ... https://pubs.usgs.gov/sir/2024/5118/sir20245118_app2.pdf
[5] [PDF] Total (Extracellular and Intracellular) Microcystins – ADDA by ELISA ... https://dam.assets.ohio.gov/image/upload/epa.ohio.gov/Portals/28/documents/labcert/Microcystin-SOP.pdf
[6] Occurrence and spatial distributions of microcystins in Poyang Lake ... https://link.springer.com/article/10.1007/s10646-014-1349-9?error=cookies_not_supported&code=81e4974f-483e-440d-83a2-30d8bce3e340
[7] Microcystin Concentrations, Partitioning, and Structural ... https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10746996/
[8] [PDF] SOP 701.0 Ohio EPA Total (Extracellular and Intracellular ... https://dam.assets.ohio.gov/image/upload/epa.ohio.gov/Portals/28/documents/rules/701.0-TotalMicrocystins-V2.4.pdf
[9] [PDF] Tandem mass spectrometry of intra- and extracellular microcystins ... https://archimer.ifremer.fr/doc/00866/97758/106736.pdf
[10] [PDF] The Determination of Microcystins in Raw and Potable Waters (2022) https://standingcommitteeofanalysts.co.uk/wp-content/uploads/Blue_Book_Library/280.pdf
[11] [PDF] Strategien gegen Algen und Cyanobakterien - TIB https://edocs.tib.eu/files/e01fb09/614803829.pdf
[12] Analysis of intracellular and extracellular microcystin variants in ... https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0003267015002354
[13] [PDF] HPLC quantification and crust - Microbiotests http://www.microbiotests.be/posters/posterSETAC%20microcistine%20finale.pdf
[14] Bedeutung der Atrazin-Bestimmung https://nemi-test.er.usgs.gov/methods/method_pdf/12818/

 Vereinsausfahrt Mai 2026 

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  • Wann? - Sonntag 03. Mai 2026
  • Treffpunkt: 08:30 Uhr am KCF-Vereinsheim
  • Wohin? - Heilbronn inkl. City und außergewöhnliche Schleusung. 
  • Wer? Alle Mitglieder, Kinder / Jugendliche brauchen eine Betreuungsperson
  • Anmeldung: bei Sabine und Michael Emig oder ab dem 17.04.2026 in der Teilnehmerliste am Bootshaus eintragen.
  • Ende: gemeinsames Essen in der Saline in Bad Friedrichshall (auch Nichtpaddler können dazu stoßen, bitte auch hier um kurze Rückmeldung zwecks Reservierungen)

Gasthaus Biergarten Saline in Bad Friedrichshall-Kochendorf  http://biergarten-saline.de/

Die Teilnahme ist begrenzt - schnell sein, lohnt sich!
Wir freuen uns über viele Teilnehmende.

 Kanu Freizeit Neckargerach 2026 

Kanu Club Forelle Neckargerach e.V. veranstaltet eine Kanu Freizeit in Neckargerach für 9 bis 17-jährige PaddlerInnen vom 24. bis 30. August 2026.


 2. Gerischer Entenrennen 

Die Gemeinde Neckargerach veranstaltet gemeinsam mit dem Lions-Club Kleiner Odenwald das 2. Gerischer Entenrennen am Freitag den 02.07.2026 am Neckarlauer Neckargerach. Um die wieder zu erwartenden zahlreichen Rennbeobachter auch verköstigen und unterhalten zu können, freuen sich die Organisatoren über Unterstützungen von Vereinen und Gruppierungen aus der Gemeinde. 

Der Kanu-Club Forelle e.V. Neckargerach ist auch 2026 mit einem Stand dabei.

Kanu-Jugend, Kanucrew, Einladung zum paddeln an Freitagen